Tansania Aktuell
Hochhaus
in Dar es Salaam eingestürzt, 21.06.2008
In Dar es Salaam ist ein 10
stöckiges Hochhaus eingestürzt. Das Haus begrub zahlreiche Menschen
unter sich. Bisher wurden vier Tote wurden geborgen und zahlreiche Schwerverletzte
in Krankenhäuser eingeliefert. Es ist unklar, wieviele Menschen unter
den Trümmern liegen. Einige Verschüttete meldeten sich per Handy
bei Ihren Angehörigen.
"AUS"
für WM Teilnahme, 21.06.2008
Mit einer 1:2 Niederlage gegen Kamerun am gestrigen Samstag in Jaunde ist
der Traum der tansanischen Fußball-Nationalmannschaft von einer Teilnahme
an der Fußball-WM in Südafrika 2010 ausgeträumt. Allerdings
verkaufte sich das tansanische Team beim großen Favoriten teuer: Das
1:0 durch Superstar Samuel Eto'o vom FC Barcelona in der 69. Minute konnte
Danny Mrwanda in der 78. Minute ausgleichen. Eine Minute vor Schluss gelang
dann erneut Eto'o der Siegtreffer, der Tansania in der WM-Qualifikationsgruppe
1 praktisch keine Chance mehr läßt, sich für die WM zu qualifizieren.
Mit einem 0:0 und einem 1:2 gegen Kamerun kann sich Tansania jedoch erhobenen
Hauptes von der WM verabschieden. Der Vertrag mit dem brasilianischen Nationaltrainer
wurde in der letzten Woche um ein weiteres Jahr verlängert.
Nach vier Wochen "Aufatmen" auf Sansibar, 19.06.2008
Am Mittwoch gelang es einem Expertenteam nach
vier Wochen Dunkelheit, zuerst in der Altstadt und anschließend in den
angrenzenden Regionen Sansibars die Stromversorgung wieder herzustellen. Die
Bevölkerung reagierte mit Jubel und Gesang auf den Straßen von
Stonetown. Viele Geschäfte, die viel Geld in den Betrieb teurer Generatoren
stecken mußten, hatten bereits kurz vor dem Ruin gestanden. Hotels fürchteten
um Einbußen kurz vor Beginn der Hauptsaison.
Noch
wenige Tage zuvor hatte ein norwegischer Experte angekündigt, dass es
noch mindestens drei Monate dauern würde, die Gewürzinsel wieder
mit Strom zu versorgen. Seine Kollegen aus Südafrika widerlegten diese
Prognose eindrucksvoll.
Ulmer
Firma saniert ein DDT-Giftmülllager in Tansania, 03. Juni 2008
Jahrelang lagerten in Tansania 75 Tonnen Granulat eines Pestizids mit dem
Wirkstoff DDT. Niemand wusste, was damit passieren soll. Dann hat sich eine
Neu-Ulmer Firma um das gefährliche Material gekümmert. Weiter...
Sansibar
sechs Tage ohne Strom, 27.Mai 2008
Für viele Einwohner von Sansibar ist das Leben auf ihrer Insel im Indischen
Ozean derzeit ein Alptraum. Seit sechs Tagen gibt es auf dem Eiland vor der
tansanischen Küste keinen Strom. Grund ist ein Stromausfall auf dem Festland.
Während dort das Problem im Laufe einer Nacht behoben werden konnte,
sitzen die Inselbewohner noch immer im Dunkeln. Experten aus dem Ausland sollen
nun helfen. Es könnte aber bis zu drei Wochen dauern, bis die technischen
Probleme behoben sind.
Ohne Strom wird das Leben in dem tropischen Urlaubsparadies zunehmend teurer.
Die Preise für Billig-Generatoren chinesischer Bauart stiegen von 300
auf 500 US-Dollar (ca. 317 Euro), doch wird es immer schwieriger, an eines
der begehrten Geräte zu kommen. Inzwischen verdoppelten sich bereits
die Preise für abgefülltes Trinkwasser. Krankenhäuser der Insel
haben Schwierigkeiten, Medikamente kühl zu lagern; alle nicht unbedingt
notwendigen Operationen wurden abgesagt.
Die tansanische Zeitung "The Citizen" berichtete, auch Hotels seien
schwer betroffen. Zwar hätten die internationalen Herbergen Generatoren,
vor allem aber Kleinbetriebe fürchteten, sich den Einsatz der Geräte
nicht mehr lange leisten zu können.
Neue Chance für den Natronsee, 14.Mai. 2008
Nach Informationen der Zeitung "Business Daily" hat Tatu Chemicals
angekündigt, von seinem Vorhaben Abstand zu nehmen, unmittelbar am Natron
See eine Sodafabrik zu bauen. Das Vorhaben, das nicht nur den Bau einer Fabrik,
sondern auch den Bau von Straßen, einer Pipeline und Wohnungen für
die Arbeiter bedeutet hätte, stieß auf erbitterten und weltweiten
Widerstand von Tierschützern, die um den Bestand der Zwergflamingos fürchteten.
Der Natronsee ist die wichtigste Brutstätte dieser seit 2006 auf der
roten Liste der bedrohten Tierarten stehenden Vögel.
Tatu Chemicals hat allerdings angekündigt, eine neue Studie erstellen
zu wollen, um 32 km vom Natronsee entfernt die geplante Fabrik doch noch zu
errichten.
Aufbruchstimmung in Tansania, 13. Mai 2008
Während Kenias Urlaubs-Hochburgen weiter über Besucherschwund stöhnen,
blüht im Nachbarland Tansania der Tourismus. Tansania versucht schleunigst
seine Infrastruktur auf Vordermann zu bringen, um sich als neues Urlaubsziel
in Afrika zu profilieren. Um
stattliche 61 Prozent sind die Einnahmen der Tourismusbranche in Kenia im
ersten Vierteljahr 2008 eingebrochen. Nur 274 000 statt der erwarteten 500
000 ausländischen Touristen kamen nach Kenia. Tansania nennt dagegen
die stolze Zahl von mittlerweile 740 000 Besuchern, die ins Land strömten.
Pressefreiheit
in Tansania?, 10. Mai 2008
Die Organisation "Freedom House" hat ihren Report "Pressefreiheit
2008" veröffentlicht und Tansania unter 195 bewerteten Staaten auf
Platz 102 und damit in der Kategorie "Teilweise Pressefreiheit"
eingestuft. Tansania nimmt unter den afrikanischen Ländern Rang 13 ein
und konnte im Vergleich zum Vorjahr einige Plätze gut machen. Im Länderbericht
werden landesweit 47 Radios, 537 Zeitungen und 12 TV-Stationen aufgeführt.
Konkrete Fälle von Zensur werden nicht erwähnt. Aber die erste unabhängige
Zeitung Sansibars wurde verboten und besonders regierungskritische Journalisten
hätten mit erheblichen Nachteilen zu rechnen.
555 Mill. EUR EU-Hilfe für Tansania, 8. Mai 2008
Die EU hat Tansania für die Jahre 2008-2013 eine finanzielle Hilfe in
Höhe von ca. 555 Mill. EUR bewilligt. 80% fließen davon direkt
in das nationale Budget Tansanias, weitere 20% sind projektgebunden. Damit
zählt Tansania weiterhin zu den von Europa am meisten unterstützten
Staaten Afrikas. Die Mittel sind vor allem für die Bereiche Handel, Transport
und Landwirtschaft bestimmt.
Die Bewilligung ging allerdings einher mit der Kritik, dass Tansania nach
den unzähligen Skandalen der letzten Wochen und Monate noch entschiedener
gegen die Korruption vorgehen müsse. "Dabei darf es keine Tabuthemen
geben", betonte der Leiter des EU-Büros in Tansania, Tim Clark
Farmer
sollen Fabrik weichen, 26. 04.2008
3.000 Kleinbauern warten auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs, der
in letzter Instanz über einen seit 16 Jahren geführten Streit um
Landrechte zu entscheiden hat. Den Farmern droht die Vertreibung von ihrem
Traditionsland, auf dem die 'Tanzania Portland Cement Company' (TPCC) ihre
Produktionsanlagen erweitern will.
Die
Landstreitigkeiten gehen zurück auf die 90er Jahre, als mit Gewehren
und Macheten bewaffnete Polizisten im 25 Kilometer von der Hauptstadt Daressalam
entfernten Doko ohne Vorwarnung bis zu 100 Häuser zerstörten. Den
Dorfbewohnern wurde gesagt, sie seien vom Staat enteignet worden, um Platz
für die Erweiterung der nahe gelegenen Zementfabrik der TPCC zu schaffen.
Es heißt , man werde man die Anliegen der Betroffenen respektieren und
ihnen gute Entschädigungen anbieten, Der norwegische Aktivist sieht die
Gründe für den Konflikt in den Widersprüchen der in Tansania
nebeneinander geltenden Rechtssysteme des Eigentumsrechts nach britischem
Vorbild und des traditionellen Gewohnheitsrechts. Wer sich, wie die Menschen
in Boko, auf traditionelle Anrechte berufe, könne seine Ansprüche
nicht durch amtliche Dokumente untermauern, betonte er.
Hoffnung für Zwergflamingos am Natronsee, 16. April 2008
Die tansanisch-indische Pläne, am Natronsee eine Fabrik zur Sodagewinnung
zu bauen, lösten weltweit Proteste von Natur- und Umweltschützern
aus. Der Natronsee befindet sich im Norden Tansanias, in unmittelbarer Nähe
des Vulkan Lengai. Das Gebiet ist die wichtigste Brutstätte für
Zwergflamingos und Heimat vieler anderer Vögel. Nach den unüberhörbaren
Protesten aus Großbritannien, reiste eine Delegation der tansanischen
Regierung zum Lake Natron See und sprach sich gegen das den Bau der Sodafabrik
aus.
Barry
Callebaut beteiligt sich an Biolands in Tansania, 16. April 2008
Der schweizerische Schokoladenhersteller Barry Callebaut AG (ISIN CH0009002962
(News)/ WKN 914661) meldete am Mittwoch, dass er einen Anteil von 49 Prozent
an Biolands in Tansania übernommen hat.
Den
Angaben zufolge ist Biolands der größte afrikanische Exporteur
von zertifiziertem Biokakao und verkauft bereits seit acht Jahren seine gesamte
Kakaoernte der obersten Qualitätsstufe an Barry Callebaut. Biolands unterhält
eines der weltweit größten Biokakao-Programme für Kleinbauern
- der Kakao ist IMO- und ISO 9001-zertifiziert. Wie
weiter mitgeteilt wurde, wird Biolands seine erfolgreiche Bottom-up-Kooperation
mit Bauern auf andere Kakaoanbauländer ausdehnen.
Olympisches
Feuer leuchtet in Afrika, 14.April.2008
Ohne
Zwischenfälle ist die olympische Fackel am Sonntag durch die tansanische
Hauptstadt Dar es Salaam getragen worden. Vizepräsident Ali Mohamed Shein
entzündete die Flamme. Tausende Zuschauer folgten singend dem olympischen
Feuer und schwenkten Fähnchen.
Der
ursprünglich 25 Kilometer lange Fackellauf war bereits im Vorfeld auf
fünf Kilometer gekürzt worden. Dies sei jedoch nicht aus Angst vor
anti-chinesischen Protesten, sondern wegen starker Regenfälle geschehen,
betonten die Behörden.
In
der Nacht zum Sonntag war die Fackel unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen
in der tansanischen Hafenstadt Dar es Salaam gelandet. Sie kam aus Buenos
Aries in Argentinien. Nächste Station ist der Oman. Tansania ist die
einzige afrikanische Station des olympischen Feuers.
Die
kenianische Friedensnobelpreisträgerin Wangari Maathai hatte ihre Beteiligung
an dem Fackellauf in Dar es Salaam aus Protest gegen Chinas Umgang mit den
Menschenrechten abgesagt.
Mehr
als 80 Tote bei Bergwerks-Unglück, 29.März.2008
Bei der Überschwemmung einer Edelsteinmine in Mirerani
sind vermutlich mehr als achtzig Menschen ums
Leben gekommen. Sechs Leichen seien bisher geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher
am Samstag. Ein überlebender Bergarbeiter berichtete, die Schächte
seien bei strömendem Regen seit dem Vormittag regelrecht vollgelaufen.
Nach
Angaben der Bergwerkseigentümer arbeiteten zum Zeitpunkt des Unglücks
87 Menschen unter Tage. Die Tragödie ereignete sich in einer Mine bei
Arusha, rund 450 Kilometer nördlich der Hauptstadt Daressalam. Die Rettungsarbeiten
wurden durch mangelhafte Ausrüstung und Stromausfälle beeinträchtigt.
Tansania
ist der drittgrößte afrikanische Goldproduzent und ist zudem reich
an verschiedenen Edelsteinen. In der betroffenen Mine wird der blaue Edelstein
Tansanit gefördert. Vor zehn Jahren kam es einem Bericht der staatlichen
Zeitung "Daily News" zufolge schon einmal zu einem Grubenunglück.
Damals starben mehr als 100 Kumpel. (APA/AFP/Reuters)
Kikwete
fordert Neuordnung des Gesundheitssystems, 26. März 2008
Staatspräsident
Jakaya Kikwete hat auf einer öffentlichen Veranstaltung in Dar es Salaam
die Neuordnung des Gesundheitssystems zugunsten mobiler Angebote gefordert.
Es sei nicht weiter hinzunehmen, dass jedes Jahr im ländlichen Raum 14,4
% der Neugeborenen sterben. Kikwete
forderte den Aufbau eines Systems mobiler Kliniken im gesamten Land. Das neue
mobile Kliniksystem müsse nahegelegene Kontaktstellen umfassen und in
dringenden Fällen per Handy erreichbar sein. Durch die Verbreitung des
Handys selbst in den entlegenen Regionen sei es grundsätztlich möglich,
medizinische Hilfe anzufordern.
Gegenwärtig
entbinden noch 53 % aller Mütter ihre Kinder außerhalb der Krankenhäuser.
Kikwete
sprach sich in seiner Rede außerdem dafür aus, dass die medizinische
Grundversorgung grundsätzlich kostenlos angeboten werden und eine Kampagne
gegen die Gentialbeschneidung bei Frauen initiiert werden müsse. Benötigt
würde eine große Zahl qualifizierter Gesundheitsberater und -helfer
im ländlichen Raum.
Alte
Handys und Solarlampen für Tansania, 26. März 2008
Die evangelische Kirche in Bogenhausen sammelt wieder für ihre Partnergemeinde
Mambegu. Neben Kleidung, Fahrrädern und Schreibmaterial für die
Schule werden auch Solarlampen und Handys gesammelt. Handys sind in Tansania
nicht nur für Notfälle lebensnotwendig sondern auch für den
alltäglichen Gebrauch um zum Beispiel Jobangebote anzunehmen. Ab ca.
18.45 Uhr ist es ganzjährig dunkel in Tansania. Zur Beleuchtung von Räumen
wären Solarlampen eine gute Möglichkeit im Bezug zu den teuren Petroleum
Lampen.
Jakaya
Kikwete nach Japan eingeladen, 19. März 2008
Der Staatspräsident von Tansania und gleichzeitig Vorsitzender der Afrikanischen
Union, Jakaya Kikwete wurde zum G8-Gipfel nach Japan eingeladen. Parallel
zum G8-Gipfel findet am 7. Juli ein Gipfel zur Entwicklung Afrikas, unter
Einschluss der G8, statt. Neben dem tansanischen Staatspräsidenten wurden
auch Staats- und Regierungschefs von Algerien, Ägypten, Äthiopien,
Ghana, Nigeria, Senegal, Südafrika eingeladen.
Vertreibung
in Kenia war geplant, 18. März 2008
In einem veröffentlichten Bericht der Human Rights Watch in Nairobi geht
hervor das die Gewalt geplant war. Die Unruhen in Kenia sollen finanziell
unterstützt und von lokalen Politikern koordiniert worden sein. 600000
wurden vertrieben und 1500 Menschen verloren ihr Leben. Sowohl Kalenjin und
Luo, die Oppositionsführer Raila Odinga unterstützten, als auch
Kikuyu, die dem Stamm des Präsidenten Mwai Kibaki angehören, wurden
von Stammesälteren bezahlt, um zu plündern und zu morden. Die Verantwortlichen
müssen identifiziert und zur Rechenschaft gezogen werden. Der ehemalige
südafrikanische Richter Johann Kriegler soll Unregelmäßigkeiten
bei den Wahlen nachgehen und die Leitung der Kommission übernehmen.
Export
in Tansania gefördert, 18. März 2008
Die meisten Unternehmen Tansanias haben bisher überwiegend für den
inländischen Markt produziert. In der Zeit der Globalisierung muss Tansania,
wie auch andere Länder, neben den regionalen Märkten auch globale
Märkte für sich gewinnen um fortbestehen zu können. Der regionale
Markt muss beim Export jedoch mit der Konkurrenz bezüglich Qualität,
Standards, Verpackung und Preisen mithalten können. Die DANIDA unterstützt
ein Programm zum Aufbau von Laboratorien. Dieses Programm hat sich zum Ziel
gesetzt den kleinen und mittelständigen Unternehmen auf den binnenländlichen
und externen Märkten konkurrenzfähig zu machen.
Lebenslange
Haft für Völkermord in Ruanda, 18. März 2008
Für seine Rolle beim Völkermord in Ruanda wurde ein katholischer
Priester in Arusha zu lebenslanger Haft verurteilt. Das in Tansania ansässige
Kriegsverbrechertribunal verurteile Hutu Athanase Seromba wegen Beihilfe zum
Völkermord. Nach Auffassung der Berufskammer ist Seromba für den
Tod von rund 1500 Tutsi verantwortlich. Auf der Flucht vor Hutu-Rebellen suchten
sie im April 1994 Zuflucht in seiner Kirche. Seromba wies einen Baggerfahrer
an, das Gotteshaus niederzureißen. Knapp 1500 Menschen kamen dabei ums
Leben.
Ol
Doinyo Lengai erneut ausgebrochen, 12. März 2008
Der heilige Berg der Maasai ist erneut ausgebrochen. Felder, Savannen und
Wasserstellen wurden durch die Vulkanasche verseucht sodass die dort ansässigen
Familien bis zu 50 km weit flüchten mussten. Deren Haustiere jedoch waren
Opfer der Naturkatastrophe. Man spricht von ca. 1.500 Rinder, Ziegen und Esel.
Zur Folge hat dies auch einen rapiden Absturz der Tierpreise. Die Ziege kostet
im Vergleich nur noch 35 % und die Kuh sogar nur noch
20 %. Der Ol Doinyo Lengai ist der noch einzige aktive Vulkan Tansanias.
Flughafen
in Dar Es Salaam wird renoviert, 7. März 2008
Ab April wird der Julius K. Nyerere International Airport in Dar es Salaam
renoviert. Die für die Maßnahme benötigten 25 Millionen Euro
sollen von der EU bereitgestellt werden. Es sind Erneuerungen der Terminals
und der Landebahn und sonstige Maßnahmen zur Infrastruktur geplant.
Der Flughafen in Dar es Salaam ist der mit Abstand größte in Tansania.
Pro Jahr verzeichnet er ca. 52.000 Flugbewegungen und 1,2 Millionen Passagiere.
USA
im Kampf gegen Malaria, 4. März 2008
Tansania soll zukünftig beim Kampf gegen Malaria unterstützt werden.
Bei einem Besuch in Arusha kündigte US-Präsident George W. Bush
an, dass in 6 Monaten ein Programm zur kostenlosen Verteilung von 5,2 Millionen
Moskitonetzen beginnen wird. Auch die Weltbank und der Globale Fonds zur Bekämpfung
von Aids, Tuberkulose und Malaria sind an diesem Programm beteiligt. Mit dieser
Unterstützung könnte jedes Kind in Tansania in einem Alter von eins
bis fünf Jahren geschützt werden. Ein Moskitonetz ist zwar das einfachste,
aber auch effektivste Mittel im Kampf gegen Malaria. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
sterben weltweit jedes Jahr 1,2 Millionen Menschen an Malaria.
Erfolgreicher
Streik der Eisenbahner, 3. März 2008
Die tansanische Eisenbahnergewerkschaft TRL erreichte durch einen 24-stündigen
Streik eine Erhöhung des Mindestlohns. Der Mindestlohn belief sich vorher
auf 87.000 THS, was circa 48 € entspricht. Ab März soll nun der
neue Mindestlohn in kraft treten, der sich um 84 % auf 160.000 TSH (circa
89 €) erhöht hat. Mehrere hundert Passagiere saßen während
des Streiks in Tabora fest.
Afromaxx.com
zur Seite des Monats gewählt, 3. März 2008
Unsere Internetseite wurde heute zur "Webseite des Monats März 2008"
vom Web-Tourismus ausgezeichnet. Gelobt wurden die schlichte Aufmachung und
der Informationsgehalt ohne Verschleierung der Preisangaben. Die Seite ist
übersichtlich, nachvollziehbar und transparent. Weitere Informationen
können Sie auf der Webseite von Web-Tourismus lesen: Zum
Link ...
Kikwete
erreicht Friedensabkommen für Kenia, 1. März 2008
Nachdem Kofi Annan, ehemaliger UN-Generalsekretär, mit seinen Friedensbemühungen
in Kenia gescheitert ist, rief er den tansanischen Staatspräsidenten
Jakaya Kikwete nach Nairobi. Kikwete und Annan erzielten gestern ein gutes
Ergebnis: Der kenianische Präsident Kibaki und der Oppositionsführer
Odinga werden eine Koalitionsregierung mit einem Premierminister bilden. Eine
Verfassungsänderung muss jetzt noch vorgenommen werden, die die Position
des Premierministers bestimmen soll. Kikwete wird von der internationalen
Presse heute weltweit gelobt. Er ist derzeit auch Präsident der Afrikanischen
Union.
US
Präsident in Tansania, 18. Februar 2008
Der US Präsident George W. Bush hat am vergangenen Wochenende seine Afrikareise
in Tansania fortgesetzt. Er traf in Dar es Salam mit dem tansanischen Präsidenten
Jakaya Kikwete zusammen und brachte 700 Millionen Dollar (477 Millionen Euro)
für den Aufbau einer Verkehrs-Infrastruktur, Elektrifizierung und den
Zugang zu sauberem Wasser mit. Auf seinem Programm standen der Besuch eine
Krankenhausen, Diskussionen über Anti Aids Initiativen und das Zusammentreffen
mit Angehörigen von Opfern eines Anschlages auf die US-Botschaft vor
zehn Jahren.
Heute setzten Sie ihre Reise in Arusha fort. Von wenigen Protesten abgesehen,
wird der US Präsident in Tansania willkommen geheißen. Die Afrika
Hilfe hat sich unter seiner Regierung vervierfacht. Für Bush ist Tansania
ein afrikanisches "Musterland" und er lobte den Reformwillen Kikwetes,
sein internationales Auftreten und dessen Bemühungen im Kampf gegen Korruption.
Sondermüll
von Korogwe nach Deutschland, 15. Februar 2008
100 Tonnen DDT-belastetes Material, was lange Zeit ungesichert in Korogwe
am Pangani Fluss lagerte und dort bei starken Wasserfällen das Wasser
verseuchte, welches von Einheimischen zum Waschen und Baden genutzt wird,
soll nun per Schiff nach Deutschland gebracht werden. Die neun Spezialbehälter
sollen in der Rückstandsverbrennungsanlage im Chempark Dormagen entsorgt
werden. Finanziert wir die Aktion vom Bundesfinanzministerium für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Flugzeugabsturz
in Moshi, 14. Februar 2008
Am vergangenen Mittwoch ist im Gewerbegebiet in Moshi gegen Mittag eine Cessna
abgestürzt. Zuvor hatte der Pilot einen Maschinenschaden gemeldet, hatte
es aber nicht mehr bis zum Kilimanjaro-Airport geschafft. Der Pilot und ein
26-jähriger neuseeländischer Kameramann sind dabei ums Leben gekommen.
Ein Radfahrer, auf den die Maschine von Serengeti Balloon Safari stürzte
und drei weitere Personen wurden schwer verletzt.
Deutschlandreise
abgesagt, 13.
Februar 2008
Der tansanische Präsident Kikwete hat seine geplante Deutschlandreise
abgesagt, um bei der Vereidigung des neuen Kabinetts teilzunehmen. Er hatte
wegen Korruptionsfällen letzte Woche die Regierung aufgelöst. Statt
ihm wird nun der Präsident von Sanisbar Amani Abeid Karume alle geplanten
Termine in Deutschland wahrnehmen.
Gelbfieber, 11. Februar 2008
Die Bestimmungen haben sich noch einmal geändert. Seit Mitte Januar diesen
Jahres wird bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet verstärkt der
Nachweis einer gültigen Impfung kontrolliert. Die Impfung sollte spätestens
10 Tage vor Einreise erfolgen. Dies gilt vor allem für Reisende über
Nairobi und Addis Abeba (Äthiopien) und allen anderen gefährdeten
Gebieten. Es besteht keine Impfpflicht für alle Reisenden. Wenn Sie mit
KLM oder Condor direkt anreisen benötigen Sie keine Impfung.
Erfolge
in Afrika, 10. Februar 2008
In Tansania gibt es davon einige zu verzeichnen. Nicht nur, dass der frühere
Präsident Mkapa nach zwei Amtsperioden nicht mehr zu Wahl antrat und
die Geschäfte friedlich seinem Nachfolger Kikwete (seit 2005) übergab.
Kikwete übernahm vor wenigen Tagen den Vorsitz der Afrikanischen Union
und feuerte Ende der Woche seine Regierung, nachdem mehrere Minister wegen
Korruptionsvorwürfen zurückgetreten waren. Das Land entwickelt sich
sozial und wirtschaftlich zum Positiven. Seitdem 2001 die Schulgebühren
für die Grundschule abgeschafft wurden, besuchen mehr als 90 Prozent
der Kinder die Schule.
Tansanischer
Präsident kommt nach Deutschland,
06. Februar 2008
Der tansanische Staatspräsident Jakaya Kikwete kommt am 12. Februar für
insgesamt sechs Tage nach Deutschland. Begleitet wird er von über 50
Geschäftsleuten. Er wird als erster Ehrengast aus Afrika am traditionellen
Matthiae Mahl teilnehmen, bei dem dieses Jahr Tansania Gastland ist. Außerdem
wird er mit dem Bundespräsident Köhler zusammentreffen und die Firma
Airbus in Hamburg besuchen.
Gelbfieder,
06. Februar 2008
Seit Mitte Januar 2008 wird bei der Einreise in Tansania die Gelbfieberimpfung
gefordert und kontrolliert. Bisher war diese freiwillig.
Neue
Eisenbahnlinie Tansania - Ruanda, 29. Januar 2008
Noch in diesem Jahr soll nach Angaben des Präsidentenbüros der Bau
einer neuen Eisenbahnlinie zwischen Tansania und Ruanda begonnen werden. Sie
soll von der bestehenden Strecke zwischen Tabora und Mwanza in Isaka abzweigen,
wo schon jetzt ein wichtiger Containerterminal zum verladen von Ware ist.
2013 soll die Strecke fertiggestellt sein. Über die voraussichtlichen
Kosten sind bislang keine Auskünfte erteilt worden.
Georg
W. Bush in Tansania, 25. Januar 2008
Mitte Februar kommt der US-Präsident Georg W. Bush nach fünf Jahren
das erste Mal wieder nach Afrika. Auf seiner Reise will er die Länder
Benin, Tansania, Ruanda, Ghana und Liberia besuchen um mit Ihnen über
die wirtschaftliche Entwicklung und die Bekämpfung von Aids zu sprechen.
Wilderei
durch Flüchtlinge, 22. Januar 2008
Durch Mangel an Fleisch in den Auffanglagern nahe der Nationalparks kommt
es immer mehr zum Handel illegal getöteter, zum Teil vom aussterben bedrohter
Wildtiere. Das mit dem Namen "Nachtspinat" undercover gehandelte
Fleisch wird erst nach Einbruch der Dunkelheit gekocht. Da die Weltgemeinschaft
nicht in der Lage ist, die Flüchtlinge mit ausreichend Nahrung zu versorgen,
sind sie zum Teil darauf angewiesen. "Ohne die Wilderei wäre die
Lage in den Notunterkünften weitaus dramatischer" so George Jambiya,
Hauptautor der Studie von TRAFFIC, dem gemeinsamen Artenschutzprogramm des
WWF und der Weltnaturschutzunion IUCN. In den Gebieten der Flüchtlinge
ist eine rasante Zerstörung der Natur zu beobachten. So werden Wälder
abgeholzt, um Feuerholz zu gewinnen, Schimpansen, Büffel und Säbelantilopen
landen in den Kochtöpfen der Hungrigen. Mitte der neunziger Jahre wurden
in den Lagern schätzungsweise 7,5 Tonnen Wildtier-Fleisch pro Woche gegessen.
"Wenn Flüchtlinge darauf angewiesen sind, bedrohte Affen zu essen,
läuft etwas ganz gehörig schief." sagt WWF-Expertin Reifenstein.
Kurzfristig hilft die Wilderei den hungrigen Menschen. Langfristig gesehen
können der Rückgang der Tiere aber eine wichtige Einnahmequelle
Tansanias bedrohen - den Tourismus. Um den Menschen für die Zukunft ein
nachhaltiges Auskommen zu sichern, müssten Hilfsorganisationen viel stärker
als bisher mit Naturschutzorganisationen zusammenarbeiten.
Übergriffe
gegen Geistliche,
20. Januar 2008
Wieder kam es zu tödlichen Überfällen. Im Nordwesten Tansanias
ist der katholische Priester Angelo Nkuba von bewaffneten Gangstern ermordet
worden. In den vergangenen zwölf Monaten hat die Zahl der Übergriffe
gegen Geistliche deutlich zugenommen. Insgesamt ist die Kriminalitätsrate
in Tansania erschreckend angestiegen. So hat sich die Zahl der Vergewaltigungen
innerhalb eines Jahres verdoppelt.
Lohnerhöhung
im Öffentlichen Dienst,
19. Januar 2008
Mitarbeiter im öffentlichen Dienst wurde von der Regierung eine Lohnerhöhung
von 23,8 Prozent bewilligt. Wenn die Lohnerhöhung nach sechs Monaten
in Kraft tritt, erhalten die Mitarbeiter dann statt der bisherigen 81.000
TSH (49
EUR) dann 100.000 TSH (60 EUR) pro Monat.
Warnung
vor Dürre in Nordtansania, 16. Januar 2008
Die Wetterbehörde "Tanzania Meteorological Agency" warnt vor
einer langen Trockenperiode vor allem im Norden des Landes. In Zentraltansania,
sowie West- und Südtansania wird mit ausreichend Regen ab Februar gerechnet.
Im Rest des Landes waren die normalerweise im September einsetzenden Regenfälle
weitestgehend ausgeblieben.
Rückgang
des Tourismus durch Unruhen in Kenia, 14. Januar 2008
Die Kenia Krise bewirkt nun, entgegen aller Prognosen, auch in Tansania einen
Rückgang des Tourismus, obwohl es im Norden des Landes absolut ruhig
ist. Nach Angabe der Association of Tour Operators (TATO) ist ein Rückgang
von 25-30% zu verzeichnen. Auslöser dafür ist, dass 40% der Touristen
über Kenia einreisen und die Überlandstraße von Nairobi nach
Arusha weitestgehend lahmgelegt ist. Nach Angaben zwei großer Lodge-Ketten
in den Nationalparks, stornieren 170 Gäste pro Tag ihre Buchungen.
Mindestlohn auf 47 Euro, 12. Januar 2008
Die tansanische Regierung hat in einigen Bereichen den Mindestlohn von bisher
150.000 TSH (etwa 88 EUR) auf 80.000 TSH (etwa 47 EUR) gesenkt. Diese drastische
Änderung betrifft vor allem exportorientierte Industriezweige, die sich
vor allem der angestiegenen Energiepreise nicht mehr auf dem Markt behaupten
können.
Hip Hop und Aids, 11. Januar 2008
Der deutsche Rapper Prinz Pi reist Ende Januar nach Tansania, um dort mit
einheimischen Jugendlichen Musik zu machen und auf die gefährliche Immunschwächekrankheit
Aids aufmerksam zu machen. Zudem sollen eine Dokumentation und ein Musikvideo
gedreht werden.
Pflanzenfresser
in der afrikanischen Savanne,
10. Januar 2008
Giraffen, Elefanten und andere Pflanzenfresser spielen im Ökosystem der
afrikanischen Savanne eine erstaunliche Rolle. Bäume wären in ihrem
Überleben gefährdet, wenn diese natürlichen Fressfeinde ausbleiben
würden. Dies erforschte ein Team an einem Experiment, bei dem Sie ein
Teil der Bäume vor Pflanzenfressern schützten und einen Teil nicht.
Die ungeschützten Bäume entwickelten sich nach jahrelanger Beobachtung
wesentlich besser. Doch nur mehr 110.000 Giraffen leben nach jüngsten
Schätzungen in Afrika, darunter sind sechs Arten vom Aussterben bedroht.
Kenianer
flüchten nach Tansania, 08. Januar 2008
Allein am Grenzübergang in Horohoro wurden am Wochenende etwa 500 Flüchtlinge
gezählt. Viele reisen als Touristen ein, um die weitere Entwicklung der
Unruhen wegen des gefälschten Wahlergebnisses zur Präsidentenwahl
in Kenia zu beobachten. Nach Angaben der tansanischen Behörden herrscht
in den Grenzregionen weitherhin Ruhe und ist daher nicht beunruhigend.
Handy wird zur Bankfiliale, 07. Januar 2008
In Deutschland ist das System vor einigen Jahren gescheitert, da viele bargeldlos
mit Kreditkarten zahlen können. In Afrika dagegen sind Banken oft Tagesmärsche
lang entfernt und die wenigsten verfügen überhaupt über ein
Bankkonto. Das Funknetz dagegen ist gut ausgebaut und reicht bis in jedes
noch so kleine Dorf. Immer mehr Leute verfügen über ein Handy und
können so kleine Beträge einfach "überweisen" ohne
ein Bankkonto besitzen zu müssen.
Japan lobt Tansania, 04. Januar 2008
Bei seinem dreitägigen Besuch in Tansania hat der japanische Außenminister
Masahiko Koumura das ostafrikanische Land als "Modell für die Zusammenarbeit
zwischen Japan und Afrika" gelobt. Erwähnenswert sind der Kampf
des Landes gegen Aids, sowie die Stellung als größter Asylgeber
in ganz Afrika.
Busverkehr zwischen Nairobi und Arusha, 03. Januar 2008
Der Busverkehr zwischen der kenianischen Hauptstadt Nairobi und Arusha ist
laut tansanischer Agenturen fast eingestellt. Zahlreiche internationale Flüge
landen wegen der Unruhen praktisch ohne Passagiere in Nairobi.
Tansanische Grenze nach Kenia unter erhöhter Kontrolle, 01.Januar
2008
In Folge der Unruhen in Kenia nach der Wiederwahl des Präsidenten hat
die Regierung Tansanias zu erhöhter Wachsamkeit an den Grenzen gefordert.
Zusätzliche Zivilstreifen wurden eingesetzt und auch eine Schließung
der Grenze wurde nicht ausgeschlossen, um sich vor einem Ansturm kenianischer
Flüchtlinge zu schützen. Die Sicherheit tansanischer Staatsbürger
und ihres Eigentums sei vorrangiges Ziel der Regierung.
Aktueller
Hinweis zu Kenia (Auswaertige Amt), 31. Dezember 2007
Nach den Präsidentschaftswahlen vom 27. Dezember 2007 ist der bisherige
Amtsinhaber, Präsident Mwai Kibaki, am 30. Dezember 2007 als Sieger festgestellt
und kurz darauf vereidigt worden. Die Opposition, geführt von Hauptherausforderer
Raila Odinga mit seiner Partei ODM, zweifelt das Auszählungsergebnis
an und fühlt sich um den für bereits sicher gehaltenen Sieg gebracht.
Nach Verkündung des Wahlergebnises setzten sich in den letzten Tagen
bereits laufende Unruhen und Ausschreitungen fort. Betroffen sind hauptsächlich
Nairobi mit seinen Slumgebieten Kibera (zwischen Nationalpark-Zufahrtsstraße
Langata Road und der Aufallstraße Richtung Ngong und Karen), Mathare
(an der Ausfallstraße Richtung Thika) und Kangemi (an einer Ausfallstraße
Richtung Naivasha und Nakuru) sowie andere Städte, insbesondere Eldoret,
Kisumu, Kakamega aber auch Mombasa. Es wird dringend empfohlen, bis zu einer
allgemeinen Beruhigung der Lage Menschenansammlungen, politische Kundgebungen
sowie die Nähe der o.a. Wohngebiete und Slumsiedlungen zu meiden.
Wer
für diese Zeit eine Individualreise durch Kenia geplant hat und ganz
auf Nummer Sicher gehen möchte, könnte über eine Verschiebung
des Reisevorhabens um einige Tage nachdenken.
Eisenbahnstrecke
Arusha - Tanga, 27. Dezember 2007
Die 437 km lange Eisenbahnstrecke zwischen Arusha/Moshi und Tanga soll nach
Angaben der Eisenbahnverwaltung komplett renoviert und schon im Sommer 2008
sowohl für den Güter-, als auch für den Personenverkehr in
Betrieb genommen werden. Die alte Strecke stammt noch aus der deutschen Kolonialzeit.
Für die Renovierungsarbeiten hat die Weltbank 33 Millionen US-Dollar
zur Verfügung gestellt um in Zukunft einen besseren Transport für
Mineralien, Zement, Tee und Kaffe gewährleisten zu können.
Nutzen
und Schaden von Spenden für Afrika, 24. Dezember 2007
Seit Jahren erweisen sich die Deutsch als Spendenmeister. Immer wieder kommt
Kritik auf, dass die Hilfsorganisationen nicht nachhaltig genug sind und das
Geld stattdessen eine kleine korrupte Elite in den Entwicklungsländern
finanziert, um deren "Spenden-Industrie" am Leben zu erhalten. Oft
bewirke ein Zuviel des Guten sogar Gegenteiliges. Afrika ist bunt, vielfältig
und ideenreich. In Deutschland aber vermitteln zahlreiche Hilfsorganisationen
nur das Bild hungernder und hilfsbedürftiger Kinder, kritisiert der Entwicklungsexperte.
Entwicklungshilfe ganz zu streichen, so weit würde Dirk Messner nicht
gehen. Aber, fügt er hinzu, man sollte nur Regierungen und Institutionen
unterstützen, die verantwortungsvoll mit Geld umgehen.
Internet für Ostafrika, 23. Dezember 2007
Pünktlich zu Weihnachten kommt die Nachricht, dass spätestens im
Sommer 2009 für die Ostküste eine schnellere Internetverbindung
möglich sein soll. Ein Unterseekabel-Projekt soll dies möglich machen.
Verlegt werden sollen die drei Kabel zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten
und Kenia. Das umgerechnet 453 Millionen Euro schwere Unterfangen soll Südafrika,
Mosambik, Madagaskar, Tansania und Kenia mit Indien einerseits und Ägypten
sowie über den Suez-Kanal auch Frankreich andererseits verbinden.
Rettungswagen für Mwanza, 17. Dezember 2007
Der Arbeiter-Samariter-Bund Würzburg spendet einen Krankenwagen für
die 700.000 Einwohner Stadt. Es wird das erste Fahrzeug dieser Art überhaupt
sein und im kommenden Frühjahr seine Reise, zusammen mit einem Müllfahrzeug,
Richtung Afrika antreten.
Inflationsrate
Tansanias steigt, 17. Dezember 2007
Die Inflationsrate ist im Jahresdurchschnitt auf 7,3 Prozent gestiegen. U
den Preissteigerungen trugen vor allem gestiegene Energie- und Transportkosten
bei. Auch Preise für Getränke und Lebensmittel sind gestiegen. Durch
die Preissteigerung beim Öl kann die Regierung das Inflationsziel von
5,9 Prozent nicht halten, allerdings soll die Rate im kommenden Jahr auf 4,5
Prozent abgesenkt werden.
Die Gletscher schmelzen, 16. Dezember 2007
Seit 1912 schwanden mehr als 80 Prozent der Schnee- und Eismassen am Kilimanjaro.
Allein seit 1989 waren es 33 Prozent. Jedes Jahr schmilzt mind. in weiterer
halber Meter an Eisdicke und man schätzt, dass der auf 11.700 Jahre geschätzte
alte Gletscher in weniger als 10 bis 15 Jahren abgetaut sein könnte.
Bedrohte Küste Sansibar, 15. Dezember 2007
Der, Bedingt durch den Klimawandel, ansteigenden Meeresspiegel bedroht die
Küsten Sansibars. Im Oktober diesen Jahres wurde der bisher höchste
Wasserstand gemessen und bis zum Ende des Jahrhunderts soll er um weiter 20
bis 60 cm ansteigen. Am Matemwe Beach ging bereits ein Stück Strand verloren.
Sauberes Wasser statt Geschenkpapier, 15. Dezember 2007
Zur Weihnachtszeit werden große Summen für Geschenke ausgegeben.
Alleine für das Geschenkpapier gibt der Deutsche im Durchschnitt 1 Euro
pro Jahr aus. Wenn allein 35.000 Menschen auf das Geschenkpapier verzichten
würden und stattdessen in den Bau einer Wasserleitung in Tansania investieren
würden, könnte man den Tansanern das schönste Weihnachtsgeschenk
machen, was sie je hatten. Fast die Hälfte der Bevölkerung Tansanias
hat kein sauberes Trinkwasser. Die Brunnen und Quellen versiegen durch die
anhaltenden Trockenzeiten. Unzählige Frauen und Kinder gehen daher täglich
mehrere Kilometer, um einen Eimer voll Trinkwasser zu bekommen. Oftmals ist
die Wasserqualität schlecht und die Menschen werden krank. In Deutschland
käme keiner auf die Idee Wasser aus der Regentonne zu trinken. In Afrika
ist das für viele Menschen trauriger Alltag.
Afrikas Wirtschaft boomt, 04.Dezember 2007
Laut Int. Währungsfond (IWF) steigt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beständig.
Pro Jahr etwa 6 Prozent. Zu der Entwicklung haben zum Teil die hohen Rohstoff
und Ölpreise geführt, sowie Hilfe aus dem Ausland, bessere wirtschaftliches
Management, mehr Offenheit und stabilere politische Verhältnisse. Für
int. Investoren und Banken eröffnet sich damit ein interessanter Markt,
da erst etwa 20 Prozent der afrikanischen Familien ein Bankkonto besitzen.
So sollen Wachstum angekurbelt und die Einkommensschere zwischen Arm und Reich
reduziert werden.
Gesetze
gegen Plastiktüten,
04.Dezember 2007
Jeder Reisende in Dritte-Welt-Länder kennt den Anblick der Müllberge
neben des Straßen und zwischen den Häusern. Die Plastiktüten
scheinen allgegenwärtig in jenem noch so abgelegenen Dorf. Jetzt versucht
man mit neuen Gesetzesvorhaben in Kenia, Tansania, Ruanda und Uganda wenigstens
die wenig reißfesten dünnen Tüten zu verbannen. Die neuen
Gesetze eröffnen neue Chancen. In Uganda etwa startet eine Initiative
für HIV-infizierte Menschen, die mit einem Selbsthilfeprojekt Papiertüten
herstellen, an Geschäfte verkaufen und somit ihren Lebensunterhalt aufbessern.
Viele Händler jedoch verkaufen ihre Ware trotz angedrohten Geldstrafen
noch immer in Plastiktüten.
Wegen
Aidstest geschlagen, 03.Dezember
2007
Weil eine Frau, ohne des Wissens ihres Mannes, sich einem Aidstest unterzogen
hat, wurde sie von ihm krankenhausreif geschlagen. Der Fall sorgte in Tansania
für heftige Empörung. Menschenrechtsorganisationen betonten, dass
eine Frau nicht die Erlaubnis ihres Mannes braucht. Die 34-jähtige Frau
folgte einem Aufruf zum Test. Ihr Mann ist nun auf der Flucht vor der Polizei
Klimawandel
in Afrika unterschätzt, 03.Dezember 2007
Das Ausmaß der Folgen des Klimawandels für die Menschen südlich
der Sahara wurden erheblich unterschätzt. Die Regierungen der betroffenen
Länder müssen "jetzt reagieren, um mögliche künftige
Katastrophen zu verhindern." Nhgongo hofft, dass das Thema Klimawandel
zur anstehenden Klimakonferenz in Bali angesprochen wird.
Boykott
um Blumen aus Afrika, 28.November 2007
Kenia gehört zu den wichtigsten Lieferanten von Blumen, Pflanzen und
Stecklingen für Europa. In Deutschland beträgt Kenias Marktanteil
immerhin 65 Prozent. Kenia war da erste Land, das die Blumezucht erfolgreich
abwickelte, doch in den letzten Jahren breitete sich die Zucht nach Tansania,
Uganda und Äthiopien aus. Nichts schien den wachsenden Sektor stoppen
zu können. Bis diese Jahr die britischen Supermarktketten beschlossen,
weniger Blumen und Pflanzen aus Afrika zu importieren. Grund dafür: die
Einfuhr per Flugzeug trägt zum Treibhauseffekt bei. Der Niederländer
Sjaak Nannes kontert mit der Begründung, dass in Afrika kein extra Licht
und keine Heizung benötigt werden und Blumen aus Afrika umweltfreundlicher
wären. Außerdem werden somit in Afrika neue Arbeitsplätze
geschaffen. Somit werden wohl weiter Blumen aus Afrika eingeflogen.
Kilimanjarobesteigung
via Rongai Route
Ein herrlicher Anblick, rechts den Kibo und
links den Mawenzi, beide wolkenlos unter strahlend blauem Himmel. Das war
es auch was ich an der ganzen Tour am tollsten fand, man Weiter...
KLM gewährt mehr Freigepäck, 13.
November 2007
Mit sofortiger Wirkung ist es Fluggästen von KLM durch das sogenannte
"Piece Concept" (Stückkonzept) möglich, statt der bisher
erlaubten 20 kg Freigepäck 2 x 23 kg mitzunehmen.
Wieder schwerer Unfall, 12. November 2007
Erneut gab es einen schweren Unfall auf der landschaftlich schönen Strecke
des Tunduma Highway. Ein LKW, dessen Bremsen versagten, fuhr ungebremst einem
voll besetzten Minibus hinten rein. 7 Menschen waren auf der Stelle tot, 8
weiter verstarben im Krankenhaus und 11 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt.
Abholzung
in Tansania, 04. November 2007
Nach bereits versechsfachten Steuererhöhungen durch die Regierung, hat
die tansanische Holzindustrie einen Verlust von 300.000 Arbeitsplätzen
angekündigt und will damit gegen weitere Steuererhöhungen ankämpfen.
Betroffen sind vor allem die Regionen Ruvuma, Mbeya und Rukwa.
Umweltschützer
kämpfen gegen Bau einer Sodafabrik, 02. Nov. 2007
Der geplante Bau einer Sodafabrik am Natron See in Tansania an der kenianischen
Grenze verursacht bei Umweltschützern große Empörung. Für
die Produktion von Sodaasche sollen aus dem Feuchtgebiet rund 100.000 Liter
Süßwasser und 550.000 Liter Salzwasser gepumpt werden. Damit wird
nach Ansichten von Vogelschützern das weltweit wichtigste Brutgebiet
von etwa 1,5 bis 2,5 Millionen Zwergflamingos, sowie das empfindliche Ökosystem
bedroht. Außerdem gilt der See als Touristenattraktion, womit eine wichtige
Einnahmequelle wegfallen würde.
Nationalparkgebühren, 01.November 2007
Ab dem heutigen Tag werden an den Nationalparkeingängen nur noch sogenannte
Tanapa Exim Cards akzeptiert. Die Karten erhalten ausschließlich Touroperator
gegen Vorlage ihrer Lizenz. Privatreisende können in Zukunft also nicht
mehr bar zahlen und mit ihrem eigenen PKW durch die Parks fahren.
Kolbenfresser
unter dem Kilimandscharo, 01. November 2007
Weit und breit nur Savanne, am Horizont der schneebedeckte Gipfel vom höchsten
Berg Afrikas und dann einfach nur Gas geben. Die Windschutzscheibe des offenen
Geländewagens ist runtergeklappt; der Motor heult auf, Staub wirbelt
gegen die Sturmbrille ein Gefühl von Freiheit tut sich auf.
Roland Brockmann berichtet über die Freiheiten und Einschränkungen
im Straßenverkehr Afrikas Weiter
...
Besuch bei den Massai, 31. Oktober 2007
Mit Tansania verbinden die meisten vor allem Serengeti, Kilimandscharo und
Sansibar, Tiere, Steppe und Strand. Begegnungen zu Einheimischen beschränken
sich allenfalls auf den Kontakt zu Safarifahrern, Angestellten in Hotels oder
Kindern am Straßenrand. Mit dem "Cultural Tourism Programme"
will man jetzt den Touristen am Leben und der Kultur der Einheimischen teilhaben
lassen. Einheimische Führer nehmen ihre Gäste mit in ihre Dörfer
und lassen sie an ihrem Leben ein Stück weit teilhaben.
Derzeit können im Rahmen der staatlich geförderten Initiative 24
Projekte besucht werden - überwiegend im Norden Tansanias. Ein Versuch,
den Einheimischen ein Stück weit aus der Armut herauszuhelfen.
Älteste
Elefantendame in Gefangenschaft, 31. Oktober
2007
Am 01. November vor 55 Jahren ist damals die Elefantendame Ruaha im Zoo in
Basel eingetroffen. Die aus Tansania stammende Elefantenkuh ist das weltweit
älteste im Zoo lebende Tier. Damals kam sie mit 4 weiteren Elefanten
per Schiff und Eisenbahn den langen Weg nach Basel. Heute konnte man dank
ihrer starken Persönlichkeit auf Freilauf-Haltung umstellen. Sie sind
nur noch etwa eine halbe Stunde pro Tag angekettet.
Ethiopian Airlines jetzt Miles & More - Partner, 28. Oktober 2007
Seit dem heutigen Tag ist es Vielfliegern auch möglich bei Ethiopian
Airlines Prämienmeilen zu sammeln. Ethiopian Airlines fliegt drei mal
wöchentlich von Frankfurt nach Addis Abeba, mit der Möglichkeit
eines Anschlussfluges zum Kilimanjaro Int. Airport.
Ampel wird zur Wallfahrtsstätte, 28. Oktober 2007
In Arusha sind wegen des angestiegenen Straßenverkehrs die ersten drei
Ampelanlagen installiert worden. Seitdem bricht der Verkehr teilweise vollkommen
zusammen und es versammeln sich Hunderte von Menschen vor den Ampeln, um das
technische Wunder zu bestaunen. Fast täglich kommt es zum totalen Chaos,
da die Ampelanlage versagt und manchmal minutenlang gleichzeitig auf Rot oder
Grün steht. Nur der verstärkte Einsatz der Polizei konnte bislang
schwerere Verkehrsunfälle verhindern. Besucher aus ländlichen Regionen
haben solche Anlagen in ihrem ganzen Leben noch nicht gesehen. Laut Zeitungsberichten
soll es bereits einen Wunderprediger geben, der das wechselnde Licht in seine
Predigen einbaut.
Elefanten
haben Radar für menschliche Feinde, 19. Oktober 2007
Forscher haben jetzt herausgefunden, dass Elefanten genau unterscheiden können,
welche Menschen sie töten wollen und welche nicht. Anhand von Geruch
und Kleiderfarbe eines Menschen können sie die Zugehörigkeit einer
bestimmten Bevölkerungsgruppe erkennen und dadurch einschätzen,
ob und wie hoch eine Gefahr besteht.
Unter Beobachtung standen die Dickhäuter im Amboseli-Nationalpark im
Südwesten Kenias direkt an der Grenze zu Tansania. Anhand von Versuchen
mit den dort ansässigen Volksgruppen der viehzüchtenden und mit
Speeren jagenden Massai und der ackerbaubetreibenden Kamba stellten die Forscher
fest, dass auf den Geruch und die rote Farbe der Kleidung der Massai die Elefanten
wesentlich ängstlicher und aggressiver reagierten, als bei denen der
Kamba, da bei letzterer genannten Volksgruppe für die Dickhäuter
keine Gefahr ausgeht.
Arme
blicken mit Zuversicht in die Zukunft,
13. Oktober 2007
Bei einer Anfang des Jahres durchgeführten Umfrage unter 450.000 Menschen
in 47 Staaten eines Unternehmens in Washington, gingen vier von fünf
Franzosen, drei von vier Deutschen und sieben von zehn Japanern davon aus,
dass es den nächsten Generationen schlechter als heute gehen wird. In
21 der 30 beobachteten Entwicklungsländer aber sagten die Teilnehmer
mehrheitlich, sie rechneten für ihre Kinder mit besseren Zeiten. Besonders
optimistisch in die Zukunft blicken 86% der Chinesen. Auch andere Asiaten
und Schwarzafrikaner zeigen wenig Pessimismus. Nur in Tansania und Uganda
blick man mit eher negativen Erwartungen in die Zukunft. Nach der Umfrage
sind die Erwartungen an die Zukunft nicht zuletzt von der wirtschaftlichen
Entwicklung abhängig. Ein schnelles Wachstum schein zuversichtlicher
zu machen als ein langsames oder stagnierendes. Dies ergibt ein Vergleich
zu den GAP-Umfragewerten von vor fünf Jahren.
Kunstwerke
aus schwarzem Ebenholz, 10. Oktober 2007
Derzeit findet in dem Gewölbe des historischen Rathauses in Marktredwitz
eine Ausstellung über afrikanische Holzbildhauerkunst statt. Noch bis
zum 14. Oktober 2007 können Sie täglich die zahlreichen Exponate
der talentierten Künstler des Makonde-Stammes aus Tansania bewundern.
"An Hand dieser Exponate und Fotos von unserem letzten Besuch beim Makonde-Stamm
möchten wir Ihnen einen Eindruck über die Lebens- und Arbeitsweisen
dieser Menschen in einem der ärmsten Länder dieser Welt vermitteln"
so Rüdiger Grenzdörffer. Diese Holzbildhauer, die auf dem gleichnamigen
Hochplateau an der Grenze zwischen Tansania und Mocambique leben, zählen
zu den besten Künstlern des afrikanischen Kontinents. Ihr Rohstoff sei
größtenteils das schwarze und harte Ebenholz, das wertvollste und
teuerste Edelholz der Welt.
Ziel der Ausstellung ist es, Geld für die Errichtung einer berufsbildende
Schule in Südostafrika zu sammeln, in der die Schnitzer unter anderem
auch ihr Handwerk erlernen können.
Deutschland als Führungsmacht auf dem schwarzen Kontinent,
02. Oktober 2007
Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel von Afrika spricht, kaufen ihr mittlerweile
selbst frühere Skeptiker ab, dass der Kontinent ihr am Herzen liegt.
Die Kanzlerin will Deutschland als Führungsmacht auf dem schwarzen Kontinent
positionieren und setzt auf Förderung von Werten, wie Demokratie, soziale
Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit, Marktwirtschaft - kurz: gute Regierungsführung.
Moderne Technologien machen die Gewinnung mineralischer Bodeschätze Afrikas
attraktiver denn je. Schon heute werden neben Gold und Platin vor allem Uran,
Diamanten, Chrom, Bauxit und Kobalt produziert. Die Entwicklung der Ressourcen,
"die Europa braucht", ist der Kanzlerin - die gerne davon spricht,
Afrika "bei seinem wirtschaftlichen Aufbruch zu begleiten" - durchaus
ein Anliegen. Allerdings hat Europa bei der Unterstützung von Entwicklungsländern
oft ein Tempoproblem, da andere Länder schneller und zielstrebiger agieren.
Immerhin will der Bund bis 2011 zehn neue Wirtschaftsvertretungen in Afrika
aufmachen, darunter in Angola und Tansania. Dabei, so wird versichert, steht
die Rohstoffsicherung an vorderer Stelle.
Journalisten in Ostafrika kämpfen für Pressefreiheit, 01.
Oktober 2007
Medienvertreter unterschreiben gemeinsame Erklärung für die Sicherheit
der Journalisten in Ostafrika. Darin forderten die Journalisten aus Djibuti,
Kenia, Tansania, Somalia, Burundi, Ruanda, Sudan und Uganda am Sonntag in
Djibuti außerdem Maßnahmen gegen die Gewalt und Kämpfe in
großen Teilen der Region. Erst vor wenigen Tagen hatten Regierungssoldaten
einen unabhängigen Rundfunksender in Somalia beschossen und ein Ende
der Sendungen erzwungen. In anderen Staaten der Region wie etwa in der sudanesischen
Unruheprovinz Darfur werden Journalisten durch Einreiseverbote an der Berichterstattung
gehindert.
Skandal um illegale Aids-Experimente, 01. Oktober 2007
Südafrikanische Aids-Aktivisten beschuldigen die Regierung in Pretoria,
2000 und 2001 in Tansania illegale Experimente mit dem umstrittenen Aids-Medikament
'Virodene' gefördert und finanziert zu haben. Zu diesem Zeitpunkt stand
das Präparat bereits in Verruf, gefährliche Nebenwirkungen auszulösen.
Nach den Angaben der 'Treatment Action Campaign' (TAC), dem größten
Interessensverband von HIV-Patienten in Südafrika, war die Regierung
von Präsident Thabo Mbeki unmittelbar in Experimente mit Virodene im
ostafrikanischen Tansania verwickelt. Rund 5,7 Millionen Dollar seien damals
von Vertretern der Regierung an die Hersteller von Virodene geflossen, so
der Vorsitzende und Gründer von TAC, Zackie Achmat. Es habe sich hierbei
um Spendengelder gehandelt, die unmittelbar in die Entwicklung und die Verbreitung
des Medikaments 'Virodene' in Tansania geflossen seien, so Achmat. Dort habe
die 'Tanzanian People's Defense Force' (TPDF) in zwei verschiedenen Krankenhäusern
der tansanischen Hauptstadt Daressalam Versuche mit dem umstrittenen Aids-Medikament
durchgeführt. Die TPDF ist eine 27.000 Mann starke Wehrpflichtarmee.
Dem Aktivisten zufolge umfassten die Versuche 64 HIV-positive Männer,
darunter pensionierte Armeeangehörige und Zivilisten. Das von einem Pharmaunternehmen
mit Sitz in Pretoria entwickelte Medikament Virodene wurde in den späten
90er Jahren zur Behandlung der Immunschwächekrankheit Aids eingesetzt.
Präsident Thabo Mbeki galt als ein großer Befürworter des
Produktes. Nach einer 22 Monate langen Untersuchung aber nahm der südafrikanische
Kontrollrat für Arzneimittel das Mittel vom Markt. In den Versuchsreihen
hatte sich herausgestellt, dass es nicht nur ungeeignet für die Behandlung
von Aids-Patienten war, sondern darüber hinaus schwere Leberschäden
hervorrufen kann.
Unterdessen nimmt die Zahl der Infizierten ständig zu. Wissenschaftler
schätzen, dass sich täglich rund 1.500 Menschen mit dem Erreger
neu infizieren, mehr als 300.000 sterben jedes Jahr an den Folgen der Infektion.
Geisterhafter Feuerberg, 24. September 2007
Der O Doinyo Lengai ist ein aktiver Vulkan des Ostafrikanischen Grabenbruchs
im Norden Tansanias und der einzige weltweit, der Karbonatitlava fördert.
Diese Lava ist sehr dünnflüssig und hat etwa die Viskosität
von Wasser.
Anfang September brach der Gottesberg, wie er von den Massai genannt wird,
erneut aus. Bei einem Ausbruch kommt es üblicherweise nur zu Lava-Ausflüssen
am Gipfel. Diesmal aber schickte der Vulkan eine etwa 18 km lange Rauchwolke
übers Land. Opfer gab es keine zu beklagen, aber die Regierung Tansanias
gab der Bevölkerung in den umliegenden Dörfern den Rat, sichere
Gebiete aufzusuchen.
Langfristige Agrarschäden nach Flutkatastrophe befürchtet,
23.09.2007
In den afrikanischen Hochwassergebieten wachsen die Befürchtungen, dass
die landwirtschaftlichen Schäden in den betroffenen Staaten über
einen langen Zeitraum nicht zu beheben sein werden. Die Zerstörung von
Ernte und Saatgut bedeutet in der Regel Hunger für die kommenden Monate.
Außerdem werde das Vieh abmagern und teilweise sterben. Beides führt
zum Verlust der Lebensgrundlage.
Erkundungsteams von Hilfsorganisationen und den Vereinten Nationen waren auch
am Wochenende in den Hochwassergebieten im Einsatz, um das genaue Ausmaß
der Schäden festzustellen. Insgesamt sind in Afrika nach Angaben des
Welternährungsprogramms 1,5 Millionen Menschen in 17 Ländern von
den Überschwemmungen betroffen. Diese erstrecken sich über ein Gebiet
von Mauretanien im Westen Afrikas bis nach Kenia im Osten. Die Region ist
von den schwersten Überschwemmungen seit mehreren Jahrzehnten betroffen.
Herausforderungen
für die Netzbetreiber, 21. September 2007
Seit 2001 wartet der Markt mit jährlichen Wachstumsraten von 50 Prozent
auf. Mittlerweile ist die Zahl der Mobilfunknutzer auf rund 200 Mio. angewachsen
- damit telefoniert mittlerweile etwa jeder fünfte Afrikaner via Handy.
Aber ausserhalb der grossen Städte kämpfen die Unternehmen mit schlechter
Infrastruktur und der Vielzahl von verschiedenen Sprachen und Dialekten. Wir
haben Malaria, HIV, Erdbeben, Krieg", zählt Thomas Sonesson, Chef
des Ostafrikageschäfts von Ericsson, einige der Herausforderungen für
die Netzausrüster auf. Die Schwierigkeiten im technologischen Bereich
seien noch die geringsten, meint der Experte. Dabei stehen Ericsson und Co.
schon bei der Errichtung der Basisstationen vor logistischen Problemen. Angesichts
des Mangels an festen Strassen müssen diese auch schon mal mit dem Hubschrauber
an ihren Bestimmungsort geflogen werden. Wegen des chronischen Strommangels
setzen die Unternehmen auf Dieselgeneratoren - ein gefundenes Fressen für
Diebe, die solche Geräte auf dem Schwarzmarkt vertreiben. Ein weiteres
Problem bei der Kundengewinnung ist die Vielzahl von Sprachen auf dem Kontinent.
Nokia setzt beim Handyverkauf deshalb besonders auf lokale Distributionspartner.
Obwohl die Menschen in den ländlichen Gebieten Afrikas nicht selten mit
einem Einkommen von wenigen Dollar am Tag auskommen müssen, scheint sich
der Einsatz für die Mobilfunker zu lohnen. "Die Leute haben ein
unbedingtes Bedürfnis zu kommunizieren", erklärt Michael Joseph,
Chef des kenianischen Betreibers Safaricom.
Laufen für einen Kinderhortbus in Afrika, 20. September 2007
Afrikanischen Kindern helfen, die in ihrem Land kaum die Möglichkeit
haben, eine Schule oder den Kindergarten zu besuchen - diese Idee war wiederholt
Anlass von Spendenaktionen der Pestalozzischule Idstein. In Zusammenarbeit
mit der Limesschule soll am 4. Oktober wieder Geld für einen guten Zweck
gesammelt werden. Anknüpfend an den Sponsorenlauf für die Tsunamiopfer
im Jahr 2004 sollen dieses Mal 10 000 Euro für Margaret Mshana und ihren
Kindergarten in Moshi erlaufen werden. Sinn und Zweck der Aktion ist der Kauf
eines Busses, der die in der Region des Kilimanjaro lebenden Kinder einsammelt
und zum Hort bringt. Mit Hilfe von Sponsoren aus aller Welt können dort
nun rund 60 Kinder täglich zu Mittag essen und " kneten, basteln
oder spielen, sowie durch die Lehre des christlichen Glaubens Werte vermittelt
bekommen", begeistert sich Elke Ott-Loch.
Nur
10% der Bewohner sind mit Strom versorgt, 20. September 2007
Gegenwärtig verfügt nur 1% aller Menschen in den ländlichen
Regionen Tansanias über einen eigenen Stromanschluss. Insgesamt haben
10% der insgesamt ca. 40 Mill. Einwohner des Landes Zugang zur Elektrizität.
Diese Zahlen gab jetzt der tansanische Energieminister Nazir Karamagi bekannt.
Das ursprünglich angestrebte Ziel, bis 2010 die Zahl der Anschlüsse
auf 25% zu erhöhen, könne, so Karamagi, nicht erreicht werden. Ziel
sei es nun, die gewünschte Quote bis zum Jahr 2013 zu erreichen.
Polizei fasst mutmaßlichen Kriegsverbrecher aus Ruanda, 19. September
2007
In Ruanda soll er Waffen für den Völkermord besorgt haben, in Deutschland
fand er Unterschlupf in Wohnungen und Hotels: Der Kriegsverbrecher Augustin
Ngirabatware ist von den deutschen Behörden in Frankfurt festgenommen
worden. Er sitzt in Auslieferungshaft.
Mehr als ein Jahrzehnt nach dem Beginn des blutigen Bürgerkriegs in Ruanda
hat die Polizei den früheren Planungsminister der Hutu-Regierung festgenommen.
Der Justizminister Ruandas forderte eine schnelle Auslieferung.
Ngirabatware bewohnte nach Angaben der deutschen Behörden zuletzt im
Großraum Frankfurt ständig wechselnde Wohnungen und Hotelzimmer.
Der heute 50-Jährige war von 1990 bis 1994 Planungsminister in Ruanda.
Danach lebte er in Gabun und vor allem auch in Frankreich. Das ICTR mit Sitz
im tansanischen Arusha soll den wichtigsten Verantwortlichen für den
Völkermord in Ruanda den Prozess machen. Bisher wurden 28 Angeklagte
verurteilt und fünf freigesprochen. Ngirabatware hatte im vergangenen
Jahr ein Buch veröffentlicht, in dem er das Gericht für unrechtmäßig
erklärte.
Regierung
verbietet Verkauf von importiertem Gemüse, 18.09. 2007
Eine ungewöhnliche Maßnahme hat die tansanische Regierung getroffen,
um den lokalen Farmern im Lande den Rücken zu stärken: Ab sofort
ist nach Angaben von Landwirtschaftsminister Stephen Wassira der Verkauf von
importiertem Gemüse in den Supermärkten untersagt. Flankierend sollen
2.500 Berater über das Land geschickt werden, um die Bauern mit den Möglichkeiten
einer Modernisierung der Landwirtschaft vertraut zu machen.
400.000
Menschen stehen vor dem Nichts, 14. September 2007
Schwere Regenfälle haben in Uganda die Existenzgrundlage von 400.000
Menschen zerstört. Etwa 150.000 Menschen mussten vor den ansteigenden
Wasserpegeln fliehen. Das teilte Musa Ecweru, Minister für den Katastrophenschutz,
mit. "Für die 250.000 anderen ist nichts mehr zu essen in der Küche.
Ihre Ernte wurde zerstört." Mindestens neun Menschen seien durch
das Hochwasser umgekommen.
Die Vereinten Nationen (UN) erklärten, es handle sich bei den seit Juli
andauernden Regenfällen um die größten Niederschläge
seit 35 Jahren. UN- Hilfsaktionen werden laut Ecweru von überfluteten
Straßen und überschwemmten Brücken stark behindert. Die UN
wolle nun bis Montag mindestens drei Boote und vier Helikopter ins Land bringen,
um die Nothilfe zu verbessern.
Uganda, was Winston Churchill wegen der fruchtbaren Böden "Perle
Afrikas" nannte, grenzt an den Sudan, Kenia, Tansania, Ruanda und die
Demokratische Republik und wird in den südlichen Gebieten gern von Touristen
besucht.
Privat Wildtierpark auf Hadzabe Gebiet, 9. September 2007
Der neuste Plan der tansanischen Regierung sieht vor, einer königlichen
Familie der Vereinigten Arabischen Emirate Land der Hadzabe, eines der letzten
verbliebenen Jäger-Sammler-Volkes, als privates Safari-Gelände zu
überlassen. Es geht um 2500 Quadratmeilen des Eyasi Hochlandes südlich
des Ngorongoro-Schutzgebietes.
Die Hadzabe wurden nie dazu befragt - und werden nun plötzlich als Gesetzesübertreter
behandelt, weil sie auf ihrem eigenen Land jagen. Schon aufgrund früherer
Vereinbarungen der tansanischen Regierung mit privaten Unternehmen wurde das
Gebiet der Hadzabe leergeschossen, während die Hadzabe gleichzeitig als
"Wilderer" ins Gefängnis gesteckt wurden - was sie oft nicht
überlebten. In den Augen der tansanischen Beamten sind die Hadzabe primitive
Wilde, die es zu ihrem Besten aus dem Busch zu vertreiben gilt. Der Beamte
des öffentlichen Dienstes Philip Marmo nennt sie "rückständig"
und sagt, sie würden von Schulen, Straßen und anderen Projekten
begünstigt, welche die Königsfamilie der Vereinigten Arabischen
Emirate für sie vorgesehen habe. Die Hadzabe, welche bis vor kurzem keine
Verwendung für Geld, organisierte Religion oder gemessene Zeit hatten,
sollten "zur Schule gehen, Kleider tragen und anständig sein."
Doch nun haben die Hadzabe -Ältesten nach einem Treffen beschlossen,
Widerstand zu leisten.
Der deutsche Verein "Freunde der Naturvölker" lädt auf
seiner Homepage dazu ein, den Widerstand mit Protestschreiben zu unterstützen.