Ol
Doinyo Lengai Besteigung
Die Besteigung des Lengai ist eine einzigartige Herausforderung, nicht
nur wegen der bizarren Vulkanlandschaft. Der sechsstündige Aufstieg,
führt die über neue, 2008 etablierte steile Flanke der Nordseite,
vorbei an mannshohem Elefantengras, Dornbüschen und bizarr geformten
Lavagestein. Durch die Eruptionen, ist der Boden zum größten Teil
mit Asche bedeckt. Der Aufstieg ist schwer und mühsam. Nach dem Erreichen
des Kraterrandes, erleben Sie hautnah das brodelnde Magma. Die Aussicht auf
die weite Savanne und den Natronsee wird frei. Der Sonnenaufgang taucht die
Gesteinformationen in ständig wechselndes Licht.



Seit einigen Monaten nimmt die vulkanische Tätigkeit durch die Plattenverschiebung am ostafrikanischen Grabenruch zu. Besonders im Januar und Februar 2008 kam es mehrmals täglich zu Eruptionen mit Ascheausstoßen bis zu mehreren hundert Metern und donnerartigem Grollen. Der Aufstieg ist daher nicht immer durchführbar und im Interesse der Gesundheit von der jeweiligen Situation abhängig.
Ein Ausflug zum Lengai und Lake Natron ist wie auch ohne die Besteigung durchführbar. Sehen Sie dazu unseren Link ...
Der sechsstündige Aufstieg, führt die steile Flanke hinauf, vorbei an mannshohem Elefantengras, Dornbüschen und bizarr geformten Lavagestein. Ist der Kraterrand erreicht, erleben Sie hautnah das brodelnde Magma. Die Aussicht auf die weite Savanne und den Natronsee wird frei. Der Sonnenaufgang taucht die Gesteinformationen in ständig wechselndes Licht.
Ol
Doinyo Lengai
Routenverlauf
Mit
einem Geländewagen gelangt man auf einer ungeteerten Strasse zum 1100
Meter hoch gelegenen Ausgangspunkt. Kurz nach Mitternacht startet von hier
der fünf- bis siebenstündige Aufstieg. Die Route führt die
steile Flanke, durch scheinbar weglose Landschaft hinauf. Das Gras ist hoch
und die lose Vulkanasche erschwert den Aufstieg. Das letzte Stück, den
Kraterrand hinauf, gestaltet sich besonders schwierig. Die Steigung ist so
steil, das man die schneeweiße Asche mit ausgestreckter Hand zu fassen
bekommt. Die Anstrengung wird auf dem Gipfel mit einen unvergesslichem Sonnenaufgang
belohnt. Die Sonne färbt die bizarr geformten Lavatürme in wechselndes
Licht. In der weiten Savanne wird der Lake Natron sichtbar. Die Eruptionsarten
der Vulkanschlote und Lavaseen sind überwältigend. Tag für
Tag verändert sich die Landschaft des bis zum Rand gefüllten Kraters.



Es empfiehlt sich aufgrund des Anfahrtsweges, die Lengai Expedition mit einer Safari in den Ngorongoro Krater oder die Serengeti zu kombinieren.
Preis pro Person: auf Anfrage
Bitte
teilen Sie uns Ihre Tourenwünsche auf dem Formular
mit, wir erstellen ein individuelles und unverbindliches Angebot für
Sie und / oder Ihr Team.
Anforderungen:
Die Vulkanbesteigung ist ohne technisch Ausrüstung und Bergerfahrung
zu meistern. Jedoch sind die Anforderungen aufgrund der steilen Steigung und
der Gehzeit von bis zu 6 Stunden, trotz geringem Gepäck, nicht zu unterschätzen.
Nur mit ausreichend Kraft, guter Kondition und festem Schuhwerk wird die Besteigung
zu einem außergewöhnlichen Erlebnis. Um einen Blick in den Kraterkessel
zu werfen, gehört natürlich ein gutes Bündel Abenteuerlust
dazu.
Hinweis:
Der Vulkan ist ständig aktiv und es gibt am Kraterrand keinerlei Absperrungen
oder Sicherheitsmaßnahmen. Jeder Besucher sollte eigenverantwortlich
entscheiden aus welcher Distanz er das Magma betrachtet. Auf dem Gipfel ist
Vorsicht geraten, da heiße Lava oft nicht von Erstarrter unterschieden
werden kann. Jeder Schritt sollte gut überlegt und wenn nötig getestet
werden. Es empfiehlt sich lange und dicke Kleidung zu tragen, um die Haut
vor explosionsartigen Spritzern zu schützen.
Hintergrund:
Der 2878 Meter hohe Ol Doinyo Lengai liegt im Norden Tansanias, ca. 2 °
südlich des Äquators, inmitten des Ostafrikanischen Grabenbruchs,
dem Rift Valley.
Der
Lengai ist ein heiliger Ort für die im Umkreis lebenden Massai. Nach
Ihrem Glauben befindet sich auf dem, ästhetischer gleichmäßig
erhebenden Kegel, der Sitz der Götter.
Trotz seiner langen Anreise ist er unter Forschern und Geologen einer der
bekanntesten und reizvollsten Vulkane der Erde. Die ungewöhnlich "kalte"
Lava erstarrt beim Ausbruch zu bizarren Formen und porösem Gestein.
.
Der Vulkan:
Der Oldoinyo Lengai (2878m) ist trotz seiner schweren Zugänglichkeit
in der Fachwelt einer der bekanntesten Vulkane der Erde. Denn die von ihm
zur Zeit geförderte Lava ist auf der Welt einzigartig, da sie sich in
ihrer chemischen Zusammensetzung extrem von allen anderen unterscheidet.
Seine karbonatitische Schmelze - das bedeutet einen hohen Anteil an gelöstem
Soda - ist mit ungefähr 550 Grad Celsius magmatologisch gesehen "kalt".
Trotzdem ist sie dabei dünnflüssig und kann bei ihrem Austritt so
schnell fließen wie Milchsuppe. Bei Nacht glüht das Magma matt
rot oder orange, später wird sie grau. Diese Lava bleicht schnell mit
Luftkontakt aus und ähnelt dann Schnee. So wird das Erscheinungsbild
des Berges, insbesondere im oberen Bereich, von dieser hellen Masse geprägt.
Der Lengai ist daueraktiv und sein Gipfelkrater ist bereits bis zum Rand mit
Magma gefüllt. (Auszug von imageneer.astronomie)
Massaigott
oder Engai:
Für die Massai ist der Ol Doinyo Lengai ein heiliger Berg. Er ist Sitz
und Wohnung von "Engai", des einen und einzigen Gottes", der
sich als guter schwarzer und als strafender roter Gott manifestiert. Der schwarze,
gute Gott steht für Regen, lässt das Gras wachsen (Fruchtbarkeit),
der Rote Gott steht für Blitz und Tod (Zerstörung). Engai hat kein
Geschlecht, er ist absolut körperlos. Dieser Gott gab ihnen ihre Lebensgrundlage,
die Rinder. Sie wurden vor langer Zeit an den Wurzeln eines wilden Feigenbaumes
von ihm auf die Erde herabgelassen. Es liegt nahe, dass der Feigenbaum ebenfalls
verehrt wird und jeder Massai, der an einem Feigenbaum vorbeigeht, legt etwas
heiliges Gras unter den Baum. Für die Massai ist auch die Savanne und
damit insbesondere das Gras, als Lebensgrundlage für die Rinder, die
Schöpfung ihres Gottes Engai und damit heilig. Bei Dürren, Krankheit
und kriegerischen Auseinandersetzungen mit Nachbarstämmen opfern die
Massai am Fuße des mystischen Berges Lämmer und Ziegen und hoffen,
Engais Zorn zu besänftigen. In Tänzen, Gesängen und Zeremonien
preisen sie ihren Berggott, der ihnen, wenn er gnädig gestimmt ist, sintflutartigen
Regen beschert. Er beschützt Menschen und Vieh - und nur er ist ewig,
alles andere ist sterblich. Die Massai übrigens besteigen den Berg selbst
nicht, tolerieren aber, wenn andere es tun.
Der Ol Dainyo Lengai ist auch noch für ein weiteres Volk heilig; auf
der dem Massailand abgewandten Seite des Berges, leben die Sonjo, ein im Gegensatz
zu den Massai ackerbautreibendes und damit sesshaftes Volk. In ihrem Bantudialekt
nennen sie den Berg Mongongo yo Mugwe, "Berg Gottes". Auf dem Gipfel
lebt die Sonnengottheit Khambegen, die für das Wohl der Sonjo sorgt.
Sie glauben im Gegensatz zu den Massai an ein Weltende, das dann eintritt,
wenn der Berg explodiert. (Auszug von emmet)