Sansibar Allgemein

 


Die tropische Insel mit dem klangvollen Namen Sansibar, ist ein Ort der Sinnlichkeiten. Der Duft exotischer Gewürze, makellose Sandstrände mit Schatten spendenden Kokospalmen und bunten Korallengärten werden Sie verzaubern. Korallenbänke und steil abfallende Riffe mit einer einzigartigen, sehr artenreichen tropischen Fischwelt laden zum Schnorcheln und tauchen ein.
Wer sich lieber erholen möchte, kann ruhige Tage an den paradiesischen Sandstränden von Jambiani und Nungwi genießen. Während Sie in Nungwi den einmaligen Sonnenauf- und -untergang über dem Ozean beobachten können, erleben Sie in Jambiani dichte Palmenhaine, umgeben von endlosen Strandmeilen, die sich dem Horizont entgegenstrecken.
Zahlreiche Tagestouren können Sie auf der Trauminsel unternehmen. Die geschichtsträchtige Handelsstadt - Stone Town - lockt mit ihren engen Gassen und reich verzierten Holzbalkonen. Die Spicetour führt Sie zur Gewürz- und Früchtekammer. Lesen Sie dazu mehr unter Touren.

Lage
Sansibar liegt sechs Grad südlich des Äquators, nur 37km vom Festland entfernt. Zusammen mit Pemba stellen sie ein Teil der Korallenriffbarriere dar, die sich mehrere hundert Kilometer vor der Küste Ostafrikas entlang zieht. Die überwiegend flache Insel, deren höchste Erhebung lediglich 130m beträgt, hat ihre größte Ausdehnung von 86 km in Nord-Süd Richtung. Sansibar und Pemba umfassen zusammen eine Fläche von rund 2300 qkm auf denen, eng besiedelt ca. 700.000 Einwohner leben.






Stone Town
Eine der großen Attraktionen ist die malerische Altstadt Stone Town, inmitten der Hauptstadt Zanzibar Town. Besuchen Sie das nach arabischem Vorbild gebaute Zentrum, deren schmale Gassen einem Labyrinth gleichen. Moscheen, Hindu Tempel und Kirchen wurden hier erbaut - ein Schmelztiegel der Kulturen. 1992 wurde die Altstadt, die für ihre prachtvoll geschnitzten Teaktüren bekannte ist, in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Erleben Sie die Geschäftigkeit auf den bunten Basaren und lassen sie sich von dem historischen Ort, den Abenteurer aus aller Welt bereisten, inspirieren.

Jazani Forest
Das1948 gegründete Naturschutzgebiet Jazani Forest Reserve, ist der letzte zusammenhängende Urwald Sansibars. Im Waldgebiet leben unter anderem Moschusböckchen, Ducker Antilopen und der nur auf der Hauptinsel Sansibar beheimatete Stummelaffe (Red Colobus Monkey). Eine Halbtagstour mit einem Führer bietet sich an, um das flinke Treiben der Affen zu beobachten.

Delphintour
Ein Grund um an die Südspitze, nach Kizimkazi oder Makunduchi zu kommen, ist das Delphinschwimmen. Zwischen den unzähligen Riffen tummeln sich die eleganten Schwimmer mit kindlichem Gemüt. Die beiden Strände in Nähe der Ortschaften sind noch immer ein Geheimtipp. Wer historisch interessiert ist, sollte das älteste islamische Gebäude Ostafrikas - die Moschee von Kizimkazi - nicht unbesucht lassen.

Spice Tour
Die beliebteste Tour Sansibars führt Sie in die bunte Gewürz- und Früchtekammer der Insel. Die alten Gewürzplantagen, einst angelegt durch das Sultanat von Oman, duften bitter- süßlich, eine exotische Mischung aus Nelken, Vanille, Zimt, Kardamon, Pfeffer und den vielen anderen Gewürzen. Während einer Tagestour haben Sie nicht nur die Möglichkeit detaillierte Informationen zu den köstlichen Gewürzen zu bekommen, sondern auch den frischen intensiven Geschmack zu probieren und historische Hintergründe zu dem verlassenen Palast des Sultans Bargash und die persischen Bäder von Kidichi zu bekommen.





Geschichte
Araber und Perser waren die wohl ersten Händler, die an den zauberhaften Stränden Sansibars landeten. Über 2000 Jahre vertrauten Sie auf die Monsumwinde, die zuverlässig ihre Dhaus über das Meer brachten. Sie schifften Porzellan, Seide und Gewürze an die ostafrikanische Küste und kehrten sechs Monate später mit Elfenbein, Gold und Edelstein zurück.

Im 7. Jahrhundert, nach dem Tod des Propheten Mohammed, zerbrach der Islam. Daraufhin wanderten vorwiegend Sunniten, die als Abspaltung hervorgingen, an die afrikanische Ostküste und übertrugen ihre Religion auf die Insel. Von hier entwickelten die Sunniten bis ins 12. Jahrhundert Sansibar zu einem von Somalia bis Asien reichenden Handelsposten. Die ersten prachtvollen Bauten aus Korallenstein und Mangrovenholz lassen den beträchtlichen Wohlstand nur erahnen.

Mit den portugiesischen Entdeckungsreisen im 15. Jahrhundert fiel die Insel erstmals in europäische Hand. Brutal gingen die iberischen Seefahrer gegen die gastfreundlichen Herrscherclans vor und kontrollierten schon bald die Küste und Handelsaktivitäten im Westen des indischen Ozeans.

Rund 200 Jahre später, setzte das Sultanat Oman der portugiesischen Hegemonie ein Ende. Unter ihrer Macht wurde Sansibar zum weltgrößten Sklavenmarkt und die hauptsächlich durch Sklaven entstandenen Gewürzplantagen wurden ausgebaut.

Mit Beginn des 19. Jahrhunderts mischte sich England ins Konzert der Mächte ein und Sansibar wurde britisches Protektorat. 1873 sorgte England für eine erste offizielle Eindämmung der Sklaverei, die aber erst 1898 endgültig ein Ende haben sollte. Viele arabische Händler verloren ihren wichtigsten "Rohstoff" und die Wirtschaft Sansibars viel in eine starke Rezession.

Dennoch regierten die Sultane von Oman im Namen der britischen Krone, da sie Bürger der Kolonie Indien waren, bis 1963. Nach dem Tod des Sultans Abdullah gewährten die Briten am 10. Dezember 1963 Sansibar und Pemba die Unabhängigkeit. Nyerere, der Präsident des ebenfalls unabhängig gewordenen Festlandes, führte Sansibar und Tanganyika am 26. April 1964 zu dem gemeinsamen Staat Tansania zusammen.