Berggorillas besuchen

Berggorillas besuchen – Welche Gründe gibt es?

Berggorillas gehören zur Familie der Menschenaffen. Die Tiere mit dem schwarzen Fell können aufrecht stehend eine Größe von 1,70 Metern erreichen. Weibchen werden bis zu 100 Kilogramm schwer, Männchen sogar doppelt so schwer. Ältere männliche Berggorillas ab etwa 11 Jahren bekommen einen für Gorillas charakteristischen Silberrücken. Berggorillas zählen zu den bedrohten Tierarten, ihre gesamte Population beträgt heute nicht einmal mehr 900 Tiere.

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Wo leben Berggorillas?

Berggorillas kommen weltweit nur in zwei kleinen Gebieten im Osten Afrikas vor. Eine Population lebt an den Hängen der Virunga-Vulkane. Die Gruppe aus acht Vulkanen, die durch den Ostafrikanischen Grabenbruch entstanden sind, liegen zwischen dem Eduardsee und dem Kiwusee im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Prinz Albert gründete in dieser Region 1925 den Albert-Nationalpark, den ersten afrikanischen Nationalpark. 1969 wurde dieser in den Vulkan-Nationalpark in Ruanda und den Nationalpark Virunga in der Demokratischen Republik Kongo aufgeteilt. Die zweite Population Berggorillas lebt im Bwindi-Nationalpark im südwestlichen Uganda, der den nördlichsten Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs bildet. Berggorillas bevorzugen die Gebirgswälder auf einer Höhe von 2200 bis 400 Metern.

Welche Gründe gibt es, Berggorillas zu besuchen?

Berggorillas können nicht in Gefangenschaft gehalten werden, das würden sie nicht überleben. Interessierte müssen die Tiere also in ihrem natürlichen Lebensraum besuchen. Der Tourismus hilft den Berggorillas und ihrem Lebensraum. Die Regionen rund um die Lebensräume der Tiere sind stark besiedelt, Land- und Forstwirtschaft bedrohen dadurch ihren Lebensraum. Daher ist es sinnvoll den Tourismus als wichtigsten Wirtschaftszweig von Ruanda und Uganda weiter zu stärken. Touristen können Ortsansässige als Gepäckträger für ihr Gorilla Trekking engagieren, sie helfen auch beim Überqueren von Flüssen und bei steilen Anstiegen. Auch die Unterstützung regionalener Initiativen hilft den Berggorillas. Da die Wandergenehmigungen streng reguliert werden, muss eine Beeinträchtigung der Gorillas durch den Tourismus nicht befürchtet werden. Die Beobachtungszeit beträgt maximal eine Stunde und alle Anwesenden müssen sich dabei ruhig verhalten und schweigen. Auch andere Affenarten begegnen Touristen auf der Suche nach den Berggorillas. Goldmeerkatzen, ebenfalls eine bedrohte Tierart, Östliche Vollbartmeerkatzen, Grauwangenmangaben, Diademmeerkatzen, Schimpansen, Husarenaffen und Rotschwanzmeerkatzen können Touristen während des Gorilla Trekkings über den Weg laufen. Nicht nur die Fauna, auch die Flora von Ruanda und Uganda ist sehenswert. Die Reise zu den Berggorillas ist jedoch nicht einfach. Doch der Anblick der naturbelassenen Landschaft und ihrer Tiere entlohnt Urlauber für ihre Strapazen.

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