Wie anstrengend ist Kilimandscharo-Besteigung?

Kilimandscharo – Wie anstrengend ist eine Besteigung?

Mit seinen 5895 Metern Höhe ist der Kilimandscharo in Tansania, an der Grenze zu Kenia, der höchste Berg Afrikas. Inmitten eines Nationalparks gelegen ist er das attraktive Ziel vieler Wanderer und Bergsteiger. Er ist der höchste freistehende Berg der Welt und übt damit seinen ganz eigenen Reiz aus. Im Gegensatz zu anderen berühmten Bergen rund um den Globus, kann der Kilimandscharo außerdem auch von relativ ungeübten Personen bestiegen werden. Doch wie anstrengend ist eine Kilimandscharo-Besteigung?

Wie anstrengend ist eine Kilimandscharo-Besteigung?

Mit guter Kondition und der richtigen Vorbereitung lässt sich der Gipfel des Kilimandscharo ganz ohne alpinistische Fähigkeiten und große Erfahrungen erklimmen. Hobbywanderern wird empfohlen, in den Monaten vor der Abreise in den Nordosten Tansanias regelmäßig mehrstündige Wanderungen zu unternehmen. Idealerweise sollte auch bereits eine mehrtägige Wanderung in den Alpen oder einer anderen Bergwelt absolviert worden sein. Kletterkenntnisse sind hingegen für den Kilimandscharo nicht notwendig. Außerdem helfen sämtliche Ausdauersportarten wie Radfahren oder Schwimmen, um den Körper für den Kilimandscharo fit zu machen.

Zum Gipfel des Kilimandscharo führen fünf verschiedene Wege. Der leichteste unter ihnen wird Marangu-Route genannt. Auf der Strecke stehen mehrere Hütten zum Übernachten bereit, auf den anderen vier Routen werden die Nächte im Zelt verbracht. Die fünf Routen unterschieden sich weiters im Schwierigkeitsgrad, der zu durchquerenden Landschaft und darin, wie stark sie frequentiert sind.
Der Anstieg dauert auf jedem Weg sieben bis acht Tage, wobei für gewöhnlich sechs Stunden pro Tag gewandert wird. Der letzte Anstieg am Gipfeltag ist für alle Aufstiegswege gleich und mit rund 12 Stunden der anstrengendste Tag. Die körperliche Anstrengung auf den Etappen liegt weniger an der Strecke selbst, sondern an der Höhe, die beim Aufstieg auf den Kilimandscharo erreicht wird. Die eigene Verträglichkeit der Höhenluft kann vorab in Europa nicht getestet werden. Als kleiner Vorgeschmack auf die herrschenden Bedingungen gelten aber Wanderungen in den Alpen in über 1500 Metern Höhe.

Anstrengungen auf dem Weg zum Kilimandscharo-Gipfel

Die Schwierigkeit der einzelnen Etappen steigert sich mit dem Aufstieg. Vor allem die ersten vier Tage gelten als leicht und gemütlich. Es bleibt viel Zeit, um die spektakuläre Landschaft zu genießen. Danach macht sich die dünne Höhenluft bemerkbar. Das richtige Tempo zu finden ist hierbei entscheidend. Wer zu schnell unterwegs ist, spürt die Höhe nur noch stärker. Die Guides auf dem Berg setzen auf Langsamkeit. Hier gilt es, sich nicht selbst zu überschätzen und den Berg nicht zu unterschätzen. Die oft als schleichender Aufstieg bezeichnete Gangart hilft dabei, Höhensymptome wie Kopfschmerzen und Übelkeit zu verhindern. Schafft man es, warten auf dem Weg zum Gipfel des Kilimandscharo verschiedene Klimazonen, eine aufregende Fauna und Flora und das obligatorische Foto ganz oben.

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