Urlaub an der Suaheli-Küste

Urlaub an der Suaheli-Küste in Tansania

Sie suchen ein exotisches Urlaubsziel? Traumhafte Strände, atemberaubende Natur und eine vielfältige Kulturgeschichte – die Suaheli-Küste in Tansania, im südlichen Osten Afrikas, wird als Reiseziel immer beliebter. Und sie hat viel zu bieten.

Urlaub Suaheli-Küste – Bagamoyo

Nördlich der Haupstadt Dar Es Salaam wurde im 8. oder 9. Jahrhundert eine der ältesten Städte Tansanias gegründet: Bagamoyo. Sie war lange Zeit ein wichtiger Handelshafen an der Ostküste. Noch heute spürt man die Einflüsse aus Arabien, Persien, Indien und auch Europa. Die vielen Sehenswürdigkeiten stammen aus ganz unterschiedlichen Epochen.

Die Kaole-Ruinen sind die Überreste einer Moschee aus dem 13. Jahrhundert mit einem muslimischen Friedhof und einer heiligen Opferstelle. Daneben gibt es jede Menge Zeugnisse der deutschen Kolonie, wie zum Beispiel mehrere erhaltene Kolonialgebäude und einen deutschen Friedhof. Lohnenswert ist auch ein Besuch der Dhau-Werft, wo die traditionellen Segelboote hergestellt werden, oder der Hafen, an dem die Fischer noch heute mit diesen Booten ausfahren.

Kilwa Kisiwani – die faszinierende Ruinenstadt

Auf der gleichnamigen Insel kurz vor der Küste im Süden Tansanias liegt die Ruinenstadt Kilwa Kisiwani, die zum UESCO-Weltkulturerbe gehört. Sie war vom 13. bis 16. Jahrhundert eine bedeutende Handelsstadt. Hier wurde mit Gold und Elfenbein vom Festland sowie mit Silber, Edelsteinen, Parfümen, persischem Steingut und chinesischem Porzellan gehandelt. Im 17. Jahrhundert verfiel die Stadt, und obwohl sie im 18. Jahrhundert unter omanischer Herrschaft als Hafen für den Sklavenhandel diente, sind die vielen Gebäude aus ihrer Blütezeit noch heute Ruinen. Besonders sehenswert sind die Ruinen des Palasts “Husuni Kubwa”, der Festung “Gereza”, der großen Moschee und des Makutani Palasts.

Mafia Island – ein Taucherparadies

Etwa 20 Kilometer vor der Küste befindet sich die Insel Mafia. Sie stellt für Touristen die ruhigere Alternative zu Sansibar dar. Zwar gibt es auch hier weiße Sandstrände und Kokospalmen, doch die Infrastruktur ist weniger ausgebaut, es herrscht weniger Trubel und so wirkt die Insel für Urlauber fast ein wenig vergessen. Die Faszination beginnt unter Wasser – die Gewässer rund um Mafia Island zählen mit über 40 Arten von Korallenformationen und über 460 Fischarten zu den artenreichsten Gewässern der Tropen. Vor allem aber die Walhaie, mit denen man hier von Oktober bis April schnorcheln kann, sind eine Sensation. Da bisher nur wenige Urlauber Mafia Island kennen, ist die Insel ein echter Geheimtipp.

Pemba – die Nelkeninsel

Die Insel Pemba ist ganz im Norden Tansanias, oberhalb von Sansibar, zu finden. Diese hügelige, grüne Insel ist sehr fruchtbar. Es werden verschiedene tropische Früchte, wie beispielsweise Mangos und Papayas, aber auch Reis, Zuckerrohr, Okraschoten, Pfeffer, Muskatnüsse und Kokosnüsse angebaut. Das Besondere an der Insel ist jedoch der Anbau von Gewürznelken. Millionen uralter Nelkenbäume wachsen auf Pemba. Die Gewässer eignen sich hervorragend zum Tauchen, daneben können Touristen Delfine und Wale beobachten, Ausflüge in den Regenwald machen, segeln oder am Strand entspannen.

Tanga und Pangani

Auch die beiden Städte Tanga und Pangani im Norden Tansanias waren einst wichtige Handelsstädte und haben daher viele kulturell-historische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Außerdem können Urlauber in Tanga eine Höhlentour durch die Amboni Caves machen. Pangani ist eine ganz ruhige Stadt für den erholsamen Urlaub. Hier kann man am Strand entspannen, schnorcheln und tauchen.

Fazit: Lohn sich ein Urlaub an der Suaheli-Küste?

Tansania und vor allem die Suaheli-Küste werden als Urlaubsziel oft noch unterschätzt. Dabei erwarten den Reisenden viele sehr unterschiedliche und spannende Orte, an denen es viel zu entdecken gibt. Wer die Vielfalt Afrikas erleben möchte, sollte auf jeden Fall die Suaheli-Küste ins Auge fassen.

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