Ugandareise: Einsame Flusspferd

Das einsame Flusspferd

Das einsame Flusspferd am Kratersee

Auf meiner letzten Ugandareise habe ich eine Geschichte von von einer kleinen Geschichte von dem „Einsamen Flusspferd“ erfahren und möchte euch heute davon berichten.
Dazu noch ein paar Vorinformationen. Wer schon länger in Afrika lebt oder Afrikareisen unternommen hat der weiß dass die wilden Tiere nicht überall zu finden sind. In den Randgebieten der Nationalparks kommt es schon öfters vor, dass Elefanten, Büffel, Leoparden, und Löwen über die Parkgrenzen hinaus zu sehen sind. Ansonsten ist es jedoch sehr, sehr unwahrscheinlich, dass man ein größeres Tier nahe einer Stadt zu Gesicht bekommt.

Richard ist in Kyantambara, einem kleinen Dorf in der Nähe von Fort Portal aufgewachsen und hat eine Ausbildung als Wildlife Manager absolviert. Später beschäftigte er sich mit einer Studie zu Flusspferden.

Das Verhalten des Flusspferdes

Richard erzählte das das Flusspferd sich gerne am Wäscheplatz aufhält und das frische grüne Grass dort frisst. Wenn die Frauen vom Dorf kommen und lauthals herumschnattern zieht es sich zurück in den Kratersee. Normalerweise verbringt ein Flusspferd die Zeit tagsüber im Wasser um sich vor der Sonne zu schützen und wandert in der Nacht bis zu 8 km für die Futteraufnahme. Dabei verspeist es bis zu 35kg Gras.

Wo kam das Flusspferd her?

Im Jahr 1997 gelang das „Einsame Flusspferd“ in die Kraterregion in der Nähe von Fort Portal. Das sind ganze 130 km nördlich von Queen Elisabeth Nationalpark. Gemeinsam mit seinem Sohn wanderte das „Einsame Flusspferd“ den Dura Fluss entlang und später von Kratersee zu Kratersee bis es schließlich im Nyianbulitwa Kratersee ein neues zu Hause gefunden hatte. Das „Einsame Flusspferd“ hatte einen Sohn. Gemeinsam hatten die beiden Felder zu queren, geraten in  Dörfer und mussten Straßen überwinden. Der Hipposohnemann vernichtet ein ganzes Maisfeld und bekam es den Zorn der Bauern zu spüren. Nun lebt das „Einsame Flusspferd“ seit 20 Jahren allein im Kratersee.

Wie geht die Bevölkerung mit dem Tier um?

Ich lausche der Erzählung von Richard und versuche zu filtern was real und was wahrscheinlich dazu erfunden wurde. Im Allgemeinen erzählen die Einheimischen gern ihre Geschichten mehrmals und scheuen sich auch nicht einen guten Witz zum fünften mal zu wiederholen. Eines hat mich jedoch beeindruck. Richard war noch ein Kind als das „Einsame Flusspferd“ zu ihnen kam. Seine Eltern haben Ihn gelehrt, das jetzt ein Flusspferd im See lebt und er vorsichtig sein muss. Die Bevölkerung akzeptierte den neuen Gast.

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